Freitag, 18. März 2016

gofeminin.de: Nur ein Gläschen? Warum gerade wir Frauen mit Alkohol nicht zu leichtsinnig umgehen sollten!

Nach Feierabend schnell mal ein kühles Bierchen, mit den Mädels ein Gläschen Prosecco oder einen zuckersüßen Hugo schlürfen - wenn man sich mit Freunden oder Bekannten trifft, ist Alkohol irgendwie immer dabei ...

Alkohol ist in unserer Gesellschaft absolute Normalität. Steht man auf einer Party zusammen und trinkt ein Gläschen, fällt es total auf, wenn jemand keinen Alkohol trinkt. Bei Frauen heißt es dann schnell: "Ist die etwa schwanger oder was?" Und wenn nicht, muss sie zumindest mit dem Auto da sein - sonst ist eine derartige Abstinenz kaum zu erklären. Was bei Zigaretten undenkbar wäre, ist bei Alkohol scheinbar normal: Man geht davon aus, dass alle mittrinken.
​Natürlich ist gegen das ein oder andere Gläschen Alkohol nichts einzuwenden. Dass es aber letztlich ein - wenn auch legales - Rauschmittel ist, vergessen viele dabei. Wirklich gesund ist die ganze Trinkerei eben nicht. Gerade wir Frauen müssen aufpassen.

Wie viel ist zu viel und wie viel noch OK?

Alkohol in rauen Mengen ist für niemanden wirklich gesund - weder für Frauen noch für Männer. Das Gemeine: Für uns Frauen liegt die Messlatte noch etwas niedriger. Für eine gesunde, erwachsene Frau sind 12 g Alkohol pro Tag - also ungefähr ein Standardglas Alkohol - gesundheitlich unbedenklich. Liegt der Konsum darüber, sieht das schon anders aus. Bei Männern hingegen liegt diese Grenze erst bei 24 g Alkohol pro Tag, also circa zwei Standardgläsern. Dieses Limit ist schnell erreicht: Wer als Frau täglich mehr als 0,1 l Wein, 0,1 l Sekt, 0,25 l Bier oder 4 cl Schnaps trinkt, bewegt sich bereits in einem gesundheitlich riskanten Bereich. Bei Männern entsprechend jeweils die doppelte Menge.
Dass Alkoholkonsum keine Gesundheitskur ist, dürfte jedem klar sein, der schon mal mit dickem Kopf am nächsten Morgen aufgewacht ist. Kann ja mal passieren, sagen die meisten. Sogar wenn jemand einen fetten Kater oder einen Filmriss hat, ist das gesellschaftlich nicht weiter verpönt. Man macht eher Witzchen darüber. Dabei sollte jedem klar sein: Das hier geht echt auf die Gesundheit.

Wer langfristig übermäßig trinkt, riskiert diese gesundheitlichen Folgen:

In erster Linie geht Alkoholmissbrauch auf die Leber, da hier der Alkohol abgebaut wird. Typische Folgen: Verfettung, Verhärtung, im Endstadium Leberzirrhose. Da die Leber der Frau Alkohol nicht so gut abbauen kann, ist unsere Leber besonders gefährdet.
Schwerer Alkoholmissbrauch macht langfristig dumm, denn er schädigt das Gehirn. Wer sich so richtig betrinkt, sollte sich klarmachen, dass er sich zeitgleich von Millionen von Gehirnzellen verabschiedet. Das betrifft vor allem das Gedächtnis und das Konzentrationsvermögen, aber auch das Urteilsvermögen und letztlich die Intelligenz.
Weitere mögliche Folgen: Krebserkrankungen, Herzmuskel-Erkrankungen, Bluthochdruck, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, der Magenschleimhaut und Potenzprobleme beim Mann. Wem das noch nicht reicht: Übergewicht und einen Bierbauch gibt es noch dazu. Deshalb: Niemand muss ganz auf Alkohol verzichten, aber gerade wir Frauen sollten ihn bewusst genießen - und in Maßen.

Hier ein paar Tipps, um den eigenen Alkoholkonsum zu reduzieren:

1. Trink nicht jeden Tag Alkohol. Am besten sollte man nicht eine ganze Hausbar daheim haben. Das führt nur in Versuchung.
2. Trink zu jedem Glas Alkohol die gleiche Menge antialkoholische Getränke (zum Beispiel Wasser).
3. Trink keinen Alkohol, wenn du durstig bist. Durstlöscher sind eher Wasser & Co. Das spart zudem Kalorien.
4. Trink langsam. Alkohol ist ein Genussmittel und Genussmittel kippt man nicht runter wie Wasser.
5. Orientier dich nicht an anderen. Wenn in 'Runden' getrunken wird, klink dich auch mal aus und mach eine Pause oder trink ein Wasser.
6. Kenn dein Limit. Darüber solltest du wirklich nicht gehen.
7. Verdünn (wenn möglich) den Alkohol. Also bestell einen soften Longdrink mit wenig Alkohol oder trink eine Weinschorle statt Wein pur.
8. Trink Alkohol aus kleinen Gläsern, also ein kleines Bier oder einen 0,1 l Wein. So trinkt man letztlich weniger.


Fazit: Sind abstinente Frauen schwanger?