Mittwoch, 20. April 2016

Süddeutsche Zeitung: Alkohol und eine Spur der Verwüstung

Ein 20-Jähriger hat sich am Freitagabend das Firmenfahrzeug eines Reinigungsunternehmens, in welchem er beschäftigt ist, geschnappt und in alkoholisiertem Zustand in Martinsried einen Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden verursacht. Wenig später wurde er von der Polizei in Großhadern gefasst.

Der junge Mann hatte sich nach reichlichem Alkoholkonsum heimlich und ohne die Erlaubnis seines Arbeitgebers die Schlüssel eines Autos aus dem Planegger Büro des Unternehmens geholt und eine Spritztour unternommen. Aufgrund seiner Alkoholisierung kam er gegen 23.30 Uhr in der Fraunhoferstraße in Martinsried von der Fahrbahn ab und prallte gegen den überdachten Treppenaufgang eines Anwesens. Im Anschluss setzte er seine Fahrt fort und prallte nur wenige Meter entfernt gegen den Hänger eines geparkten Sattelzuges. Ein 43-Jähriger, der Zeuge des Unfalls geworden war und beobachtete, wie der Unfallverursacher zu flüchten versuchte, verständigte die Polizei. Aufgrund des total beschädigten Wagens flüchtete der 20-Jährige zu Fuß weiter.
Eine Streife der Planegger Polizei griff den betrunkenen Unfallflüchtigen kurze Zeit später in der Nähe des Klinikums Großhadern auf und nahm ihn fest; bei dem Mann wurde eine Blutentnahme angeordnet. Ein vorläufiger Alkotest ergab einen Wert von mehr als 1,3 Promille. Die Bilanz der Trunkenheitsfahrt:8000 Euro Schaden am Firmenwagen, 10 000 Euro an der überdachten Treppe des Anwesens an der Fraunhoferstraße in Martinsried und 2000 Euro am Sattelzug.


Fazit: Die Festnahme erfolgte in der Nähe eines Klinikums.