Donnerstag, 28. April 2016

katholisch.de: Kein Alkohol als Belohnung!: "Alkoholfrei Sport genießen" soll verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol fördern

Fünf der größten deutschen Sportverbände haben das Aktionsbündnis "Alkoholfrei Sport genießen" gestartet. "Mit dem Zusammenschluss dieser mitgliederstarken Sportverbände können wir an der Basis der Vereine noch mehr Menschen erreichen und über die Risiken von übermäßigem Alkoholkonsum aufklären", sagte die Schirmherrin und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), am Mittwoch in Berlin.
Die Sportverbände stellten sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, "schließlich sind rund 70 Prozent aller jungen Menschen in Deutschland zumindest vorübergehend in einem unserer Sportvereine aktiv", sagte Stephan Abel, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Neben dem DOSB unterstützen der Deutsche Fußball-Bund, der Deutsche Turner-Bund, der Deutsche Handballbund sowie der katholische DJK-Sportverband die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiierte Aktion.  DJK-Bundesjugendleiter Michael Leyendecker sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur: "Wir wollen kein dogmatisches Verbot, sondern einen verantwortungsvollen Umgang fördern. Mal ein Bier zu trinken, ist nicht verboten - aber Trainer, Spieler und auch Eltern sollten während Sportveranstaltung darauf verzichten." Man wolle das Thema in die Vereine bringen.
Bei der Vorstellung der Kooperation erklärte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss: "Wir arbeiten mit den einzelnen Verbänden schon seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen. Bislang ist jedoch ein so breites Bündnis mit dem organisierten Sport für die Suchtprävention einzigartig." Weitere Dachverbände seien eingeladen, sich dem Aktionsbündnis anzuschließen. Die DJK-Sportjugend legt laut Leyendecker auch in ihrem Vereinssiegel "for youth" auf die Suchtprävention hohen Wert. "Hier sind wir sehr streng und gehen keine Kompromisse ein", erklärte der Bundesjugendleiter. Beispielsweise müsse das Jugendschutzgesetz aushängen und auch angewandt werden, so dass auch Ausweiskontrollen stattfinden müssten, damit kein Alkohol an unter 16-Jährige ausgeschenkt werde. Zudem sollten Trainer und Betreuer als Vorbilder fungieren.


Fazit: Fußball und Brauereiwirtschaft sind engstens miteinander verwoben.