Montag, 21. März 2016

Main Post: Flagge gezeigt gegen das Rauschtrinken

Zum zweiten Mal wurde vom Gesundheitsamt und dem Amt für Jugend und Familie der Alkoholpräventionspreis verliehen. Über jeweils einen ersten Platz (dotiert mit 250 Euro) freuen können sich der RV Stadelhofen und die Mittlere Garde der KaKaGe. Den dritten Platz (50 Euro) gewannen die Feuerwehr Karlstadt und der FC Hausen. „Die Vereine haben eindrucksvoll dokumentiert, dass sie sich das ganze Jahr über mit Fragen zu altersgerechtem und risikoarmem Alkoholkonsum auseinandersetzen“, sagte Brigitte Then vom Gesundheitsamt bei der Preisverleihung im großen Sitzungssaal des Landratsamts Karlstadt am Donnerstag.
Zuvor hatte Then auf die Gefahren von übermäßigen Alkoholkonsum hingewiesen. Der jährlich Pro-Kopf-Konsum in Deutschland befinde sich mit knapp zehn Litern reinem Alkohol im Jahr weiterhin auf sehr hohem Niveau, sagte sie. Daher gebe es schon seit 2008 den HaLT-Standort in Main-Spessart, der ein Problembewusstsein von übermäßigem Alkoholkonsum und Rauschtrinken schaffen will.
Dazu dient auch die Auslobung des Alkoholpräventionspreises, ergänzte Andrea Schön von der Kommunalen Jugendarbeit. Alle Wagen und Fußgruppen, die am Faschingszug der KaKaGe in Karlstadt teilgenommen haben, konnten sich beteiligen. Gewürdigt wurde, wie dabei das Anliegen der Suchtprävention vertreten wurden. Fasching und Faschingsumzüge seien Brauchtumspflege und kein Nährboden für unkontrollierten Alkoholkonsum, meinten die beiden Damen.
Karlstadts stellvertretender Bürgermeister Theo Dittmaier sprach in seinem Grußwort davon, dass er „manchmal angemacht“ werde, wenn er nichts trinkt. Als Autofahrer könne er dies aber nicht. Von ähnlichen Erfahrungen berichtete Landrat Thomas Schiebel. Er würde auf manchen Veranstaltungen auf Alkohol verzichten. „Du hast doch einen Fahrer“, sei ihm da mit Unverständnis gesagt worden.
„So ist das in unserer Gesellschaft“, zog Andrea Schön ein Fazit. Man müsse sich rechtfertigen, wenn man nichts trinkt.


Fazit: Öhm, “Brauchtumspflege“ unkomatös - geht das?